Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Stralsund: Einige Sozialdemokraten üben verhaltenen Widerstand

1. Juni 1933

Sozialdemokratischer Widerstand

Kyra Inachin unterscheidet für die Zeit nach dem Verbot der SPD im Juni 1933 zwei Gruppen von Sozialdemokraten, die aktiven Widerstand leisteten. Demnach gab es einerseits „latente" Widerstandsgruppen, die Kontakt zu verlässlichen Parteifreunden und zu den im Exil lebenden Sozialdemokraten pflegten. Sie hatten keine Außenwirkung und ihr Handeln war auf die Bewahrung sozialdemokratischer Traditionen sowie den Informationsaustausch im kleinen Kreis ausgerichtet. „Ein Beispiel dafür ist die Gruppe, die sich um Hermann Heinze und Wilhelm Burmeister in Stralsund bildete. Sie pflegten möglichst unauffällig Kontakt zueinander und zu dem Stettiner Gewerkschafter Wilhelm Voß. Jener hatte einen Wandergewerbeschein und kam einmal im Monat nach Stralsund, brachte Informationen und illegales Schriftgut mit.[1]

[1] Inachin, Kyra T.: Von Selbstbehauptung zum Widerstand. Mecklenburger und Pommern gegen den Nationalsozialismus 1933 bis 1945, Kückenshagen 2005, S. 96f.

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