Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Buerbeck: Bäuerin sagt "Adolf Hitler sollten sie man einen Kopf kürzer machen" und wird verurteilt

3. November 1943

Frauenwiderstand Verächtlichmachung Landwirtschaft

Bäuerin Paula Hillert aus Buerbeck „hatte am 7. Dezember 1940 geheiratet. Schon fünf Wochen danach wurde ihr Mann als Soldat eingezogen. Sie mußte den 88 Morgen großen Hof alleine führen. Im Mai 1943 erhielt sie die Nachricht, daß ihr Bruder an der Front vermißt sei. Sie erwartete inzwischen ein Kind und drückte ihre Verzweiflung und Empörung in folgenden Worten aus: ‚Adolf Hitler sollten sie man einen Kopf kürzer machen!‘ Obwohl sie für das dreieinhalb Monate alte Kind sorgen mußte, wurde Paula Hillert am 3. November 1943 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.“[1]

[1] Jahnke, Karl Heinz u. A.: Der antifaschistische Widerstandskampf unter Führung der KPD in Mecklenburg 1933 bis 1945, Berlin 1985, S. 232.

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