Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin: Kirchentag diskutiert Umweltschutz und andere heikle Themen

26. Juni 1980

Christliche Schüler Umweltschutz

In der westdeutschen Zeitschrift „Kirche im Sozialismus“ war im Sommer 1980 über den zuvor vom 26. bis 28. Juni in Schwerin tagenden Kirchentag zu lesen: „Fragen des Umweltschutzes und des Lebensstils standen im Vordergrund der Diskussionen auf einem Kirchentagskongreß, der in der mecklenburgischen Stadt Schwerin stattfand. Rund 500 Teilnehmer diskutierten in zahlreichen Arbeitsgruppen über Herausforderungen des gegenwärtigen Lebens, wobei neben der Umweltproblematik besonders auch Fragen des steigenden Alkoholkonsums in der DDR zur Sprache kamen. Auf der Abschlußveranstaltung wurde die Aufforderung an die Landeskirche gerichtet, mehr materielle und personelle Mittel für die Arbeit mit Suchtgefährdeten bereitzustellen. Kritik übten zahlreiche Teilnehmer des Kirchentagskongresses an der ungenügenden Information zwischen Kirchenleitung und Gemeinden. In einer Fragestunde, an der u.a. der Präses der Evangelischen Bundessynode, Siegfried Wahrmann, und der Leiter des Sekretariats des DDR-Kirchenbundes. Manfred Stolpe. teilnahmen, wurde auch auf die nach wie vor schwierige Situation von jungen Christen in der Schule hingewiesen, die im Widerspruch zu den Äußerungen der SED-Funktionäre stünden.“[1]



[1] Kirche im Sozialismus, 4/1980, S. 8f.

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