Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin: CDU-Mitglied kritisiert Medien und vermeintliche Demokratie

CDU Widerstand aus der Katholischen Kirche Pfarrer

Der katholische Pfarrer Ludwig Kirsch aus Chemnitz sagte auf einer Versammlung der CDU in Schwerin am 29. Februar 1949: „Es gibt auch in der Ostzone Deutschlands viele Deutsche, die nichts mit den Russen zu tun haben wollen. Sie schielen fortwährend nach dem Goldenen Westen. Wir wollen uns gegenseitig keine Märchen auftischen; aber eins ist klar: daß in Presse und Rundfunk in allen Ecken geschwindelt wird (). Nun, meine Herren, wir kriegen keine saubere politische Luft, wenn alles Schwindel ist; das können Sie wirklich keinem Menschen in Deutschland zumuten, daß er Demokrat wird oder daß er sich für die Politik in Deutschland überhaupt irgendwie interessiert. (') Wer täglich liest und hört, der ist reif für das Irrenhaus. Wir Deutschen müssen uns hüten.(') - und jetzt kommt die praktische Beurteilung solcher Darlegungen - (') den deutschen Politikern im Westen immer nur schlechte Noten zu geben.(') -1 Er sagt dann weiter: (') Hätte die CDU mit Jakob Kaiser kapituliert, hätten wir heute die Volksdemokratie.“[1]



[1] Martin Höllen: Loyale Distanz. Katholizismus und Kirchenpolitik in SBZ und DDR - Ein historischer Überblick in Dokumenten, Bd. 1, Berlin 1994, S. 183.

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