Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin: Arbeiter im Klement- Gottwald-Werk legen Arbeit nieder

9. Juli 1953

17. Juni 1953 Streik

„Am 9. Juli d. J. um 22 Uhr legten in der Nachtschicht 80 Arbeiter des Klement- Gottwald-Werkes in Schwerin ihre Arbeit nieder, wobei sie Lohnerhöhungen und eine Senkung der Arbeitsnorm forderten. Gegen 24 Uhr kam der Sekretär der SED-Bezirksleitung ins Werk. Nach seiner Ansprache äußerten die Arbeiter in der Diskussion Unzufriedenheit damit, dass der Beschluss des Ministerrats der DDR über die Wiederherstellung der früheren Normen von der Werkleitung bürokratisch umgesetzt werde. Auf der Versammlung wurde eine Arbeiterkommission zur Prüfung der genannten Fakten gebildet. Die Arbeit der Nachtschicht im Klement-Gottwald-Werk wurde am 10. Juli d. J. um 1 Uhr, eine Stunde nach ihrer Niederlegung, wiederaufgenommen.“[1]



[1] Bericht des Bevollmächtigten des MWD der UdSSR in Deutschland über die Situation in der DDR, 1953, in: Klaus-Dieter Müller, Joachim Scherrieble, Mike Schmeitzner (Hrsg.) Der 17. Juni 1953 im Spiegel sowjetischer Geheimdienstdokumente, Leipzig 2008, S. 124.

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