Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Rankendorf: Karl Deters und Franz Kaszuba sangen Lied der Arbeiterbewegung

9. Februar 1937

Gastwirtschaften Landwirtschaft

In Rankendorf besuchten die beiden Landarbeiter Karl Deters und Franz Kaszuba am 20. September 1936 eine Gastwirtschaft. Dort sangen Nationalsozialisten Lieder der Arbeiterbewegung, die mit faschistischen Texten versehen worden waren. Die beiden Landarbeiter begannen den „richtigen“ Text des Liedes vom „Kleinen Trompeter“[1] zu singen und setzten sich auch anschließend mit den sozialen Verhältnissen auf dem Gut Rankendorf auseinander. In Grevesmühlen begann deshalb am 9. Februar 1937 ein Hochverratsprozess gegen sie. Laut Gericht war ihr Auftreten geeignet „die von der Reichsregierung angestrebte Befriedigung der Landarbeiterschaft erheblich zu stören und damit die Volksernährung schwer zu gefährden.“ Franz Kaszuba wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.[2]

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/...

[2] Vgl. Jahnke, Karl Heinz: Der antifaschistische Widerstandskampf unter Führung der KPD in Mecklenburg 1933 bis 1945, Berlin 1985, S. 158.

 

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