Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Neu-Zietlitz: Bauer hißt Hakenkreuzfahne nicht und stirbt in Haft

22. November 1944

Verächtlichmachung Hilfe für Kriegsgefangene Sabotage Landwirtschaft

Bauer Paul Becker aus Neu-Zietlitz lehnte es am 20. April 1941 ab,  anläßlich des Geburtstags von Adolf Hitler die Hakenkreuzfahne zu hissen. Begründung: Er flagge, wenn der Führer tot sei. Auf seinem Hof arbeitenden polnischen Kriegsgefangenen gegenüber verhielt er sich freundlich. Außerdem ließ er Teile seines 145 Morgen großen Bauernhofes brachliegen um die Kriegswirtschaft zu sabotieren.  Becker wurde am 14. März 1942 verhaftet und am 3. Juli 1942 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Am 22. November 1944 verstarb Becker während der Haft in Dreibergen-Bützow.[1]

[1] Vgl. Jahnke, Karl Heinz u. A.: Der antifaschistische Widerstandskampf unter Führung der KPD in Mecklenburg 1933 bis 1945, Berlin 1985, S. 209f.

Hier wird nur ein Text ausgegeben …