Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Güstrow: Synode der kleinen Leute

7. Januar 1984

Landeskirchliche Gruppenkoodinierung

Zum Basisgruppentreffen der "Synode der kleinen Leute" am 7. Januar 1984 in Güstrow erschienen Vertreter von 13 Gruppen aus beiden norddeutschen Landeskirchen[1]. Mehr als sonst zu ähnlichen Treffen. Dies hatte auch damit zu tun, dass durch die staatlichen Repressionen des Jahres 1983 „die Anzahl derjenigen gestiegen ist, die bereit sind ... persönliche Risiken und Konsequenzen bei der Konfrontation mit dem Staat zu tragen und sich an die Spitze von sogenannten Friedens- und Umweltgruppen zu stellen."[2] Diese waren in ihrer Zusammensetzung, ihren Zielen und ihrer Motivlage sehr verschieden.. So unterschieden sich Gruppen, „die schon einige Jahre arbeiten und über Frustration und innere Probleme ihre Identität gefunden haben, von denen, die erst auf dem Wege der Profilfindung sind und solchen, die nur spontan tätig geworden sind aus aktuellen Anlässen wie ZV-Übung, Frauenmusterung etc. und überlegen, ob und wie sie weiterarbeiten sollen."[3]

[1] Dies waren: Die ESG Rostock, Friedenskreis Güstrow, Rostocker Friedenskreis, Greifswalder ESG, Friedenskreis der Rostocker Johannisgemeinde, Friedenskreis Vipperow, Friedenskreis Schwaan, Frauengruppe Rostock, Paulskirchenkeller Schwerin, Friedenskreis Großer Dreesch Schwerin, Kessiner Friedenskreis, Baumpflanzaktion Rostock.  Nach:"Treffen der Basisgruppen "Friedensarbeit" am 7.1.1984 in Güstrow", Landeskirchliches Archiv der ELLKM, OKR 512.02. Best. AGF.

[2] MfS JHS-Nr.: 275/84 Bl. 98.

[3] Ebenda.

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