Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Parchim: Kommunisten sabotieren Übertragung von Hitler-Rede

4. März 1933

Kommunistischer Widerstand Sabotage

Am 4. März 1933 unterbrachen Parchimer Kommunisten eine Hochspannungsleitung um die Übertragung einer Hitler-Rede zu verhindern. Der Beteiligte Adolf Kausch erinnert sich: "Am 4. März 1933 forderte uns Fritz Rohde auf, mit ihm zusammen, abends 20.00 Uhr, die von Spornitz kommende Hochspannungsleitung zu unterbrechen, um das Hören der Rede Hitlers in Parchim zu unterbinden. Dieser Vorschlag des Genossen Rohde wurde durchgeführt und die Hochspannungsleitung in der Zeit von 20.00 bis 20.30 Uhr mehrere Male unterbrochen. Durch den Genossen Zech, der damals im Umspannwerk an der Ziegendorfer Chaussee arbeitete, haben wir später erfahren, dass die Monteure zu tun hatten, um alle durchgeschlagenen Sicherungen zu erneuern. Die Ursache für diese Unterbrechung konnte man sich nicht erklären."[1]

[1] Inachin, Kyra T.: Von Selbstbehauptung zum Widerstand. Mecklenburger und Pommern gegen den Nationalsozialismus 1933 bis 1945, Kückenshagen 2005.

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