Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Lübz: Kommunisten veröffentlichen "wirklichen Vorgang des Reichstagsbrandes"

13. April 1933

Reichstagsbrand Sozialdemokratischer Widerstand Kommunistischer Widerstand Flugblätter

Kommunist Ernst Bruhns beschreibt den frühen Widerstand gegen das Naziregime in Lübz: „Inzwischen kam die Verbindung zur Unterbezirksleitung Parchim in Gang. Die ersten Materialien gingen uns zu. Schon im April waren wir in der Lage, den auf der Schreibmaschine geschriebenen wirklichen Vorgang des Reichstagsbrandes unter unseren Genossen zur propagandistischen Verwertung zu verbreiten. Am 13. April 1933 wurde von uns in der gesamten Stadt eine Klebeaktion durchgeführt, die der Entlarvung des Naziregimes diente. Da die Herkunft nicht auf die Kommunistische Partei schließen ließ, setzte am nächsten Abend unter Beteiligung von SA und SS eine Massenhausdurchsuchungsaktion bei etwa fünfzig Genossen der Sozialdemokratischen Partei, der Kommunistischen Partei und auch bei parteilosen Werktätigen ein.“[1]

[1]Jahnke, Karl Heinz u. A.: Der antifaschistische Widerstandskampf unter Führung der KPD in Mecklenburg 1933 bis 1945, Berlin 1985,  S. 101.