Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Hanshagen: Kommunisten unterstützen Zwangsarbeiter

1. Januar 1943

Kommunistischer Widerstand Zwangsarbeit Hilfe für Kriegsgefangene Widerstand am Kriegsende

Während des Zweiten Weltkrieges arbeiteten sowjetische Zwangsarbeiter in Hanshagen.[1] Außerdem befand sich in der Nähe des Ortes ein Kriegsgefangenenlager. Johann Pilarski, sein Bruder und Ernst Boberg versorgten Zwangsarbeiter und Gefangene mit Nachrichten über den Frontverlauf. Kurz vor Kriegsende montierten sie weiße Fahnen an Kirchturm und Lichtmasten um Gewalt und Zerstörung zu vermeiden.

[1] „In Hanshagen, einer Landgemeinde im Kreis Greifswald, baute Ernst Boberg eine illegale Parteigruppe auf. Dabei kamen ihm seine langjährigen Erfahrungen in der Parteiarbeit zugute, die er als Angehöriger des KjVD und ab 1925 als Mitglied der KPD und bei der Bildung der Ortsgruppe der KPD in Hanshagen 1931 gesammelt hatte. Von März bis Dezember 1933 war er ‚Schutzgefangener‘ der Faschisten im Konzentrationslager Lichtenburg bei Prettin, Kreis Torgau. Nach seiner Entlassung beteiligte er sich erneut am antifaschistischen Kampf. Der iliegalen Parteigruppe in Hanshagen gehörten Karl Georg Berger, Willi Hauschildt, Franz Pilarski, Johann Pilarski und Franz Spieling an. Im Auftrage der Hanshagener Kommunisten stellte Franz Pilarski die Verbindung nach Greifswald zu den Kommunisten Erich Böhmke, Hermann Lindgreen und Max Weiß und nach Wusterhusen zu den Kommunisten Wilhelm und Rudolf Kühlbach, Ernst Meier und Gottfried Rappke her. Im Wald von Hanshagen wie auch bei Wusterhusen führten die KPD-Mitglieder ihre illegalen Zusammenkünfte durch. Sie standen auch mit ausländischen, vor allem polnischen Arbeitern in Verbindung.“ Jahnke, Der antifaschistische Widerstandskampf, S. 151.

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