Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald: Reichsbahner verhöhnt SED-Führer

21. März 1955

Antikommunismus Angriffe auf Symbole

Am 21. März 1955 verhaftete der Staatssicherheitsdienst in Greifswald einen zweiundzwanzigjäührigen Reichsbahner. Er hatte zuvor Sprüche wie „Walter Ulbricht müßte der Bart abfaulen“ und „Wilhelm Pieck müßte sich den Zeh brechen“ öffentlich geäussert. In der Gaststätte „Krause“ sagte er, dass die Buchstabenfolge „H DDR GPU FDGB KOREA“ bedeute: „Haltet die drei Räuber Grotewohl, Pieck, Ulbricht für den Galgen bereit, komme Ostern rüber euer Adenauer.“ Er wurde zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.[1]

[1] Vgl. Halbrock, Christian: „Freiheit heißt, die Angst verlieren“ Verweigerung, Widerstand und Opposition in der DDR: Der Ostseebezirk Rostock, Göttingen 2014, S. 338f.

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