Widerstand in Mecklenburg-Vorpommern

Döbbersen: Gemeindekirchenratsvorsitzender angeklagt mit Vikar Paul Bard zu sympathiseren

18. März 1935

Bekennende Kirche Widerstand aus der Evangelischen Kirche

Der Gemeindekirchenratsvorsitzende Karl Voß aus Döbbersen wurde im Juli 1935 angeklagt, sich auf die Seite des Vikars Paul Bard gestellt zu haben. Dieser war Mitglied der Bekennenden Kirche und wurde am 18. März 1935 vom Oberkirchenrat abberufen. Der Gemeindekirchenrat fuhr nach Schwerin, um die Aufhebung der Entscheidung zu erwirken, was aber abgelehnt wurde. Paul Bard hielt weiter Gottesdienste ab, wurde deshalb von der Polizei verhört und später schwer misshandelt.[1]

[1] Vgl. Inachin, Kyra T.: Von Selbstbehauptung zum Widerstand. Mecklenburger und Pommern gegen den Nationalsozialismus 1933 bis 1945, Kückenshagen 2005, S. 199.

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